Rekombinieren

WARNUNGEN

Keine.

VORSICHTSMAßNAHMEN

Allgemeines

Bestimmte Bestandteile, die in der Verpackung dieses Produkts verwendet werden, enthalten Naturkautschuklatex. Die Identifizierung des Gerinnungsdefekts als Faktor VIII-Mangel ist unerlässlich, bevor die Verabreichung von REKOMBINANTEM, antihämophilem Faktor (rekombinant) (rAHF) eingeleitet wird. Von diesem Produkt ist kein Nutzen bei der Behandlung anderer Mängel zu erwarten.

Die Bildung neutralisierender Antikörper, Inhibitoren von Faktor VIII, ist eine bekannte Komplikation bei der Behandlung von Personen mit Hämophilie A. Die berichtete Prävalenz dieser Antikörper bei Patienten, die AHF aus Plasma erhalten, beträgt 10-20%3-7,10-12. Diese Inhibitoren sind ausnahmslos IgG-Immunglobuline, deren Faktor VIII-prokoagulationshemmende Aktivität als Bethesda-Einheiten (B.U.) pro ml Plasma oder Serum3-7 ausgedrückt wird. Während des Untersuchungszeitraums entwickelte keine der 69 zuvor behandelten Personen ohne Inhibitor bei Studienbeginn einen Inhibitor. In der zuvor unbehandelten Patientengruppe gab es 73 geeignete Patienten mit Faktor VIII-Spiegeln von weniger als oder gleich 2%, die mindestens eine rAHF-Behandlung erhielten (mediane Tage 100, Bereich 3-821) und die nach Behandlung mit rekombinantem (antihämophilem Faktor (rekombinant)) rAHF auf Inhibitor getestet wurden. Von dieser Gruppe entwickelten 23 Personen einen nachweisbaren Inhibitor (mediane Tage 10, Bereich 3-69) und von diesen zeigten 8 Patienten einen Titer von mehr als 10 B.U. Patienten, die mit rAHF behandelt werden, sollten sorgfältig auf die Entwicklung von Antikörpern gegen rAHF durch geeignete klinische Beobachtungen und Labortests überwacht werden.

Bildung von Antikörpern gegen Maus-, Hamster- oder Rinderprotein

Als REKOMBINAT (antihämophiler Faktor (rekombinant)) rAHF enthält Spuren von Mausprotein (maximal 0,1 ng / IE rAHF), Hamsterprotein (maximal 1.5 ng CHO-Protein / I.E. rAHF) und Rinderprotein (maximal 1 ng BSA / I.E. rAHF) besteht die entfernte Möglichkeit, dass Patienten, die mit diesem Produkt behandelt werden, eine Überempfindlichkeit gegen diese nicht-menschlichen Säugetierproteine entwickeln.

Labortests

Obwohl die Dosierung anhand der folgenden Berechnungen geschätzt werden kann, wird dringend empfohlen, nach Möglichkeit in geeigneten Abständen geeignete Labortests am Plasma des Patienten durchzuführen, um sicherzustellen, dass ausreichende AHF-Spiegel erreicht wurden und aufrechterhalten werden.

Wenn der Plasma-AHF des Patienten die erwarteten Werte nicht erreicht oder wenn die Blutung nach angemessener Dosierung nicht kontrolliert wird, sollte das Vorhandensein eines Inhibitors vermutet werden. Durch geeignete Laborverfahren kann das Vorhandensein eines Inhibitors nachgewiesen und in internationalen AHF-Einheiten quantifiziert werden, die durch jeden ml Plasma oder durch das geschätzte Gesamtplasmavolumen neutralisiert werden. Wenn der Inhibitor in Konzentrationen von weniger als 10 Bethesda-Einheiten pro ml vorhanden ist, kann die Verabreichung von zusätzlichem AHF den Inhibitor neutralisieren. Danach sollte die Verabreichung zusätzlicher internationaler AHF-Einheiten die vorhergesagte Reaktion hervorrufen. In dieser Situation ist die Kontrolle der AHF-Spiegel durch Laboruntersuchungen erforderlich.

Inhibitortiter über 10 Bethesda-Einheiten pro ml können die Hämostasekontrolle mit AHF aufgrund der sehr hohen erforderlichen Dosis entweder unmöglich oder unpraktisch machen. Darüber hinaus kann der Inhibitortiter nach einer AHF-Infusion aufgrund einer anamnestischen Reaktion auf das AHF-Antigen ansteigen.

Karzinogenese, Mutagenese, Beeinträchtigung der Fertilität

REKOMBINANTER (antihämophiler Faktor (rekombinant)) rAHF wurde in Dosen, die die Plasmakonzentrationen von rAHF in vitro erheblich überstiegen, und in Dosen, die in vivo bis zum Zehnfachen der erwarteten klinischen Höchstdosis betrugen, auf Mutagenität getestet und verursachte keine reverse Mutationen, Chromosomenaberrationen oder einen Anstieg der Mikronuclei in polychromatischen Erythrozyten des Knochenmarks. Langzeitstudien an Tieren wurden nicht durchgeführt, um das krebserzeugende Potenzial zu bewerten.

Pädiatrische Anwendung

REKOMBINANTER, antihämophiler Faktor (rekombinant) (rAHF) ist für die Anwendung bei Kindern jeden Alters, einschließlich Neugeborenen, geeignet. Sicherheits- und Wirksamkeitsstudien wurden sowohl bei vorbehandelten (n=23) als auch bei unbehandelten (n=75) Kindern durchgeführt. (Siehe KLINISCHE PHARMAKOLOGIE und VORSICHTSMAßNAHMEN).

Schwangerschaft

Schwangerschaftskategorie C. Es wurden keine Reproduktionsstudien an Tieren mit antihämophilem Faktor (rekombinant) durchgeführt. Es ist nicht bekannt, ob antihämophiler Faktor (rekombinant) bei Verabreichung an eine schwangere Frau fetale Schäden verursachen oder die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen kann. Antihämophiler Faktor (rekombinant) sollte einer schwangeren Frau nur verabreicht werden, wenn dies eindeutig erforderlich ist.

3. Schwarzinger I, Pabinger I, Korninger C, Haschke F, Kundi M, Niessner H, Lechner K: Inzidenz von Inhibitoren bei Patienten mit schwerer und mittelschwerer Hämophilie A, die mit Faktor VIII-Konzentraten behandelt wurden. Am J Hämatologie 24:241-245, 1987

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