Hallie Q. Brown

Hallie Quinn Brown war eine afroamerikanische Autorin, Pädagogin und Verfechterin der Gleichberechtigung im späten neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert.

Brown wurde am 10.März 1845 in Pittsburgh, Pennsylvania, geboren (manchmal auch als 1849 bezeichnet). Hier waren ihre Eltern, zwei ehemalige Sklaven, bei der U-Bahn aktiv. 1864 zog die Familie Brown nach Kanada, und sechs Jahre später zogen die Browns nach Xenia, Ohio, wo Hallie Brown die Wilberforce University besuchte und 1873 ihren Abschluss machte.

Nach ihrem Abschluss zog Brown nach Mississippi, wo sie eine Anstellung als Lehrerin für afroamerikanische Kinder fand. Schließlich nahm Brown eine Lehrstelle an den afroamerikanischen Schulen von Columbia, South Carolina, an. In Columbia war sie von 1885 bis 1887 Dekanin an der Allen University, einer historisch schwarzen Hochschule. Von 1887 bis 1891 unterrichtete sie Nachtschule für Afroamerikaner in Dayton, Ohio. Von 1892 bis 1893 arbeitete Brown am Tuskegee Institute in Alabama.

1894 wurde Brown in den Bürgerrechts- und Temperanzbewegungen aktiv. Sie reiste durch die Vereinigten Staaten von Amerika und Übersee und hielt Vorträge über diese beiden Bewegungen. Sie erhielt sogar eine Audienz vor der britischen Königin Victoria. Sie nahm auch an der World’s Women’s Christian Temperance Union (1895) und am Internationalen Frauenkongress (1899) teil. Brown hielt nicht nur Reden, sondern half auch bei der Gründung oder Leitung mehrerer Reformgruppen. 1893 engagierte sie sich in der Colored Women’s League of Washington, D.C. Im selben Jahr half sie bei der Gründung der National Association of Colored Women. Sie war von 1920 bis 1924 Präsidentin dieser Gruppe. Nach ihrer Amtszeit als Präsidentin ernannte die Organisation sie für den Rest von Browns Leben zur Ehrenpräsidentin. Brown wurde 1900 auch Bildungsminister der American Methodist Episcopal Church.

In den späten 1890er Jahren kehrte Brown nach Ohio zurück. Hier diente sie als Professorin an der Wilberforce University und setzte ihre Reformbemühungen fort und half bei der Organisation der Ohio State Federation of Colored Women’s Clubs, einer Organisation, deren Präsidentin sie von 1905 bis 1912 war. Sie setzte sich auch aktiv für republikanische Präsidentschaftskandidaten ein, darunter Warren G. Harding. Im Laufe ihres Lebens verfasste Brown mehrere Bücher, von denen viele die Notlage der Afroamerikaner detailliert beschrieben.

Brown starb am 16.September 1949.

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